St. Pölten. Vom 26. bis 28. November war St. Pölten dieses Jahr Schauplatz der 30. Jahreskonferenz des WHO-Netzwerks „Regions for Health Network“ (RHN). Mehr als 40 europäische Regionen kamen zusammen, um die Rolle der Regionen als Innovationsmotoren für eine zukunftsorientierte Gesundheitspolitik zu stärken. Gastgeber war Niederösterreich – eine Region, die mit ihrer grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung europaweit neue Maßstäbe setzt und dank der engen Zusammenarbeit mit den Nachbarländern von der Weltgesundheitsorganisation als internationale Modellregion ausgezeichnet wurde.


„Unser Ziel ist es, allen Patientinnen und Patienten in Niederösterreich eine bestmögliche medizinische Versorgung zu gewährleisten. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen ist dabei ein wichtiger Baustein, um die regionale Versorgung zu stärken und innovative Lösungen voranzutreiben,“ betont der für Finanzen und Kliniken zuständige Landesrat Anton Kasser.
 

Das WHO Regions for Health Network (RHN) wurde 1992 vom WHO-Regionalbüro für Europa gegründet und dient als Plattform für den Austausch von Best Practices, Wissenstransfer und die Entwicklung innovativer Ansätze für regionale Gesundheitsstrategien. Die Mitgliedsregionen arbeiten gemeinsam daran, den Zugang zu qualitativ hochwertiger Versorgung zu sichern, Gesundheitsnotfällen vorzubeugen und Innovationen voranzutreiben.


Die Veranstaltung bot ein breites Spektrum an Themen wie gesunde Alterung, Prävention und integrierte Versorgung, digitale Transformation, Gender-sensitive Gesundheitssysteme sowie die Förderung von Kooperationen über Ländergrenzen hinweg. Interaktive Formate wie Skills Labs und Peer-to-Peer-Austausch ermöglichten praxisnahes Lernen und Vernetzung.
Darüber hinaus unterstrich die Jahreskonferenz die zentrale Stellung der Regionen für die europäische Gesundheitspolitik. Sie schaffte eine Plattform, auf der lokale Erfahrungen und internationale Strategien zusammengeführt werden, um Lösungen für aktuelle Herausforderungen wie demografischen Wandel, Fachkräftemangel und die digitale Transformation zu entwickeln. Die enge Zusammenarbeit der Regionen im WHO Regions for Health Network stärkt nicht nur die Resilienz der Gesundheitssysteme, sondern fördert auch den Transfer erfolgreicher Modelle – wie die Initiative Healthacross in andere Regionen Europas.