Grenzen überwinden in der Pathologie: Projekt PathoCon erfolgreich abgeschlossen
26.06.2026
26.06.2026
ST. PÖLTEN/WIENER NEUSTADT. Im Rahmen des Programms Interreg Österreich–Ungarn wurde die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Partnerorganisationen aus Niederösterreich und Ungarn weiter vertieft. Mit der Abschlussveranstaltung am 24. Juni 2026 wurde das EU-geförderte Interreg-Projekt PathoCon feierlich abgeschlossen. Im Fokus standen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Niederösterreich und Ungarn sowie der intensive fachliche Austausch der beteiligten Partnerorganisationen. Die Veranstaltung verdeutlichte, welchen Stellenwert internationale Vernetzung, gemeinsames Lernen und partnerschaftliche Kooperation für den fachlichen Dialog und die Weiterentwicklung gemeinsamer Initiativen haben.
„Der intensive Austausch zwischen Expertinnen und Experten aus Niederösterreich und Ungarn zeigt, welches Potenzial in der Bündelung von Wissen und Ressourcen liegt. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für eine zukunftsorientierte und qualitativ hochwertige Patientinnen- und Patientenversorgung“, betont die Vorständin der NÖ Landesgesundheitsagentur, Mag. Dr. Elisabeth Bräutigam, MBA.
Das Projekt PathoCon wurde von der Niederösterreichischen Landesgesundheitsagentur im Rahmen der Initiative Healthacross als Lead Partner gemeinsam mit dem ungarischen Projektpartner Országos Kórházi Főigazgatóság (OKFŐ) umgesetzt. Durch das Projekt sollte die Zusammenarbeit im Bereich der Pathologie zwischen Niederösterreich und Westungarn nachhaltig gestärkt werden.
Die Gesundheitssysteme stehen europaweit vor ähnlichen Herausforderungen, insbesondere der zunehmende Fachkräftemangel betrifft auch hochspezialisierte Bereiche wie die Pathologie. Genau hier setzte PathoCon an: Durch grenzüberschreitende Kooperation sollten vorhandene Kompetenzen besser vernetzt und effizient genutzt werden. Im Fokus des Projekts stand die Entwicklung eines bilateralen Kooperationsmodells. Dazu wurden organisatorische und rechtliche Rahmenbedingungen geprüft, um in Zukunft eine sichere und effiziente Zusammenarbeit zu gewährleisten. Ein zentrales Ergebnis ist die Ausarbeitung des Entwurfs einer grenzüberschreitenden Kooperationsvereinbarung, die den fachlichen Austausch erleichtert und die administrativen Hürden reduziert. Durch PathoCon konnte Niederösterreich seine Rolle als Vorreiter in der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung weiter stärken.
Niederösterreich hat bereits in früheren Projekten und Initiativen gezeigt, dass moderne Medizin von internationaler Zusammenarbeit profitiert. Das Projekt PathoCon baut gezielt auf diesen Erfahrungen auf. Insbesondere profitieren Patientinnen und Patienten in der Grenzregion von schnelleren Diagnosen durch bessere Zusammenarbeit, einer höheren Befundqualität durch internationalen Expertenaustausch und einer effizienteren Nutzung vorhandener Ressourcen im Gesundheitssystem. Gleichzeitig wird die Attraktivität Niederösterreichs als innovativer Gesundheitsstandort gestärkt.
Presseartikel: Kooperation über den Tod hinaus: Pathologie-Netzwerk zwischen Niederösterreich und Ungarn gestärkt